Die goldenen Regeln zum Vermögensaufbau

Für Anleger, die ohne Eile und über viele Jahre ein Vermögen aufbauen wollen, gibt es einige goldene Regeln. Zehn der Wichtigsten sind hier zusammengefasst. Wer die befolgt, wird am Ende mit einem Vermögen belohnt.

1. Ziele definieren

Warum soll Vermögen aufgebaut werden? Soll das Geld für Konsumwünsche oder den Kauf einer Immobilie sein. Oder ist es als Altersvorsorge geplant. In Abhängigkeit von der Antwort auf die Frage ergibt sich, wie viel Vermögen notwendig ist und welche Form der Anlage zu wählen ist.

2. Das zur Verfügung stehende Budget ermitteln

Das frei verfügbare Einkommen, das für den Vermögensaufbau zur Verfügung steht, ist zu definieren. Ist bereits Erspartes vorhanden, ist zu prüfen, wie lange es verzichtbar ist. Je länger Geld nicht verfügbar sein muss, desto besser lässt sich damit Vermögen aufbauen. Wird zwischendurch Geld für Anschaffungen benötigt, ist der Betrag schneller verfügbar anzulegen. Gibt es noch keine Ersparnisse, ist das frei verfügbare Einkommen im Rahmen einer Haushaltsrechnung, in der eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben erfolgt, zu ermitteln.

3. Nicht alles in Sparpläne investieren

Nicht jeder verfügbare Euro sollte in den Vermögensaufbau gehen. Jeder braucht Geldreserven für unvorhergesehene Ausgaben. Finanzexperten empfehlen, etwa drei Nettomonatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Darüber hinaus ist ein Teil des frei verfügbaren Einkommens für die Risikoabsicherung zu verplanen. Die Devise lautet: Sparen Sie nicht zu viel.

4. Das Sicherheitsbedürfnis ermitteln

Wenn der Betrag feststeht, der in den Vermögensaufbau fließen kann, ist einzuschätzen, was für ein Anlagetyp man ist. Je höher die mögliche Rendite bei der Geldanlage ist, desto größer ist das Risiko der eigenen Finanzen. Die Frage, welche Verluste zu ertragen sind, sollte vorab geklärt sein. Risikoscheue Sparer entscheiden sich besser für andere Produkte als Sparer, die auch mit größeren Verlusten kurzfristig leben können. Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Entscheidung der Anlagehorizont. Ist der Vermögensaufbau langfristig als Altersvorsorge gedacht, sollte ab einem bestimmten Zeitpunkt das Anlageverhalten geändert werden.

5. Den Anlagehorizont definieren

Wer sein Vermögen für die Altersvorsorge aufbauen will und damit in jungen Jahren beginnt, hat die Möglichkeit eventuelle Verluste „auszusitzen“. Dementsprechend höher kann das Risiko sein. Ist das Ziel näher, sollte Vermögen eher konservative Art und risikoarm aufgebaut werden. Im Laufe der Jahre ist eine Umschichtung vorzunehmen, um sich vor späteren Verlusten zu schützen.

6. Die richtigen Anlagen auswählen

Sicher und immer verfügbar ist Geld auf dem Tagesgeldkonto. Dafür ist die Verzinsung aktuell unter der Inflationsrate. Nur ein geringer Teil der Rücklagen sind auf Tagesgeldkonten zu halten. Mit Fonds und Rentenpapieren haben Sparer besser Renditechancen, aber auch höhere Risiken. Geld in Aktien unterliegt Kursschwankungen und kann bis zum Totalverlust führen. Wer jeden Monat Geld in den Vermögensaufbau investieren möchte, wählt am besten Renten-, Fonds- oder Aktiensparpläne. Anleger sollten immer nur Produkte kaufen, die sie auch verstehen. Ratsam kann auch der Kauf von Immobilien sein.

7. „Nicht alle Eier in einen Kob legen“

Anleger sollten nicht nur auf eine Anlageform setzen, sondern ihr Risiko streuen und in verschiedene Anlagemöglichkeiten investieren.

8. Nicht auf Steuervorteile setzen

Anleger mit langfristiger Orientierung sollen Anlagen nicht nur wegen möglicher steuerlicher Vorteile kaufen. Steuergesetze ändern sich, mögliche Renditen ebenso.

9. Die Gebühren nicht vernachlässigen

Jeder Kauf /Verkauf einer Anlage, Transaktionen an der Börse und Anlagekonten verursachen Kosten. Je nach Anbieter fallen die unterschiedlich hoch aus. Weil Kosten die Rendite schmälern, ist darauf zu achten. Viele Transaktionen verursachen viele Kosten. Nicht umsonst sagt eine alte Börsenweisheit „Hin und Her macht Taschen leer“. Entscheiden Sie sich deswegen für eine feste Geldanlage.

10. Risiken und Streuung regelmäßig auf den Prüfstand

Der Vermögensaufbau ist wie eine Pflanze, die einmal gesät über die Jahre wächst. Dementsprechend sind wie bei einer Pflanze Pflege und Zuwendung notwendig. Finanzexperten empfehlen den Sparern und Anlegern, einmal im Jahr ihr Depot auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls umzuschichten. Informieren Sie sich auch deshalb immer über die aktuellsten Themen Ihrer Finanzbranche, um vorzeitige Trends frühzeitig zu erkennen.