Was ist Tagesgeld?


Beim Tagesgeld handelt es sich um eine Form der Geldanlage, bei dem der Anleger ein gewünschtes Kapital bei der Bank einzahlt, für das er dann Zinsen erhält. Das Tagesgeldkonto ähnelt dabei den herkömmlichen Konditionen eines Sparbuches, wobei das Tagesgeld zwei entscheidende Vorteile aufweist: Zum einen ist es flexibler und zum anderen fallen die Zinsen in der Regel höher aus.

Zinsen und Rendite

Interessierte Tagesgeldkunden bekommen von den Banken keinen Festgeld-Zinssatz angeboten, da sich die Verzinsung für Tagesgeldkonten am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientiert. Konkret bedeutet dies, wenn dieser Zinssatz sich auf einem hohen Niveau befindet, dann profitiert auch der Tagesgeldkunde von einer attraktiveren Verzinsung. So kann es durchaus möglich sein, dass sich Tagesgeldzinsen einer Geldanlage zwischen drei und fünf Prozent bewegen. Bewegt sich das Zinsniveau allerdings in einer Niedrigphase, dann können unter Umständen auch nur ein oder zwei Prozent Zinsen möglich sein.

Variable Verzinsung bei Tagesgeldkonten

Jeder Tagesgeldkunde sollte wissen, dass es sich bei den Zinssätzen um variable Zinsen handelt und keinesfalls um Festgeld-Zinsen, da die Geldinstitute den jeweiligen Zinssatz aktuell an die Marktsituation anpassen werden. In der Vergangenheit konnte somit festgestellt werden, dass eine Zinssenkung deutliche schneller an den Kunden weitergegeben wird, als eine Zinserhöhung. Zinsgarantien sind jedoch auch nicht komplett ausgeschlossen, denn viele Banken vergeben eine solche Garantie für einen festgelegten Zeitraum beispielsweise an Neukunden. Aus diesem Grund ist ein entsprechender Vergleich nahezu unverzichtbar, denn dieser zeigt dem Interessierten das beste Angebot auf, und zwar in Bezug auf alle Leistungen.

Mindest- und Maximaleinlage für Tagesgeld

In Bezug auf die Mindest- und Maximaleinlage gibt es teils erhebliche Unterschiede zwischen den Banken, denn während einige Anbieter das Tagesgeldkonto ab dem ersten eingezahlten Cent verzinsen, geben andere Institute eine Mindesteinlage vor. Gleiches gilt auch für die Maximaleinlage, wobei einige Banken nur einen bestimmten Sparbetrag erlauben und anschließend keine Einzahlung mehr möglich ist, während andere Banken nur einen bestimmten Kapitalbetrag attraktiv verzinsen und Einlagen nach Überschreitung dieser Grenze, deutlich schlechter verzinst werden. Auch in diesem Punkt kann ein Tagesgeld-Vergleich hilfreich sein und umfassend informieren.

Kosten für ein Tagesgeldkonto

Üblicherweise werden Tagesgeldkonten als Einlagensicherung komplett kostenfrei angeboten, so dass weder Gebühren für die Kontoeröffnung anfallen, noch für die Kontoführung oder die Kontoauflösung. Einige Banken bieten allerdings spezielle Kombinationen an, so beispielsweise ein Girokonto mit einem dazugehörigen Tagesgeldkonto, so dass es möglich sein kann, dass für die Nutzung zusätzlicher Bankprodukte durchaus Gebühren anfallen.

Sparkapital ein- und auszahlen

Tagesgeldkonten erlauben ein hohes Maß an Flexibilität, was bedeutet, dass der Kunde zu jeder Zeit Ein- und Auszahlungen vornehmen kann, und zwar in beliebiger Höhe. Weiterhin gibt es bei dieser Anlageform auch keinerlei Sperr- oder Kündigungsfristen, wobei der Anleger Rücksicht auf die üblichen Banklaufzeiten nehmen muss, denn Ein- und Auszahlu ngen können ausschließlich über ein so genanntes Referenzkonto vorgenommen werden.

Dieses Konto dient als Verrechnungskonto, welches nicht komplett neu eröffnet werden muss, da auch das bestehende Girokonto ein Referenzkonto darstellt. Um eine Einzahlung zu tätigen, wird eine Überweisung vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto vorgenommen. Bei einer Auszahlung ist der Ablauf identisch, nur in umgekehrter Reihenfolge. Der Tagesgeldkunde sollte beachten, dass unter Umständen Gebühren für Überweisungen anfallen können, und zwar für das Girokonto. Das Referenzkonto sorgt für ein zusätzliches Maß an Sicherheit, denn so können unbefugte Abbuchungen nahezu ausgeschlossen werden.

Das Tagesgeldkonto ersetzt kein Girokonto

Immer wieder besteht der Irrglaube, dass ein Tagesgeldkonto das bisherige Girokonto ersetzt. Dem ist jedoch nicht so, da Tagesgeldkonten nicht für den laufenden Zahlungsverkehr genutzt werden können. Überweisungen können weder auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden, noch können Abbuchungen im Zuge des Lastschriftverfahrens vorgenommen werden, da der gesamte Zahlungsverkehr ausschließlich über das Referenzkonto abgewickelt wird.

Einlagensicherheit

In Bezug auf die Sicherheit muss sich kein Bankkunde Sorgen machen, denn jedes Tagesgeldkonto genießt den so genannten gesetzlichen Einlagenschutz, welcher sich auf 100.000 Euro je Bankkunde beläuft. Die meisten Banken sind allerdings zusätzlich Mitglied in freiwilligen Einlagensicherungsfonds, so dass der Kunde sein Tagesgeldguthaben sogar zu 100 Prozent abgesichert bekommt.