fondsBegriff des Investmentfonds

Ein Investment-Fonds stellt das gemeinsame Vermögen von zumeist mehreren tausend Anlegern dar. Dieses besteht in aller Regel aus Wertpapieren, Immobilien sowie Termingeld und wird mittels der Investmentgesellschaft(AG) verwaltet. Investoren, die sich an einem Fonds beteiligen, heißen im Fachjargon Fondsanleger. Sie erwerben einen oder mehrere Fondsanteile, wobei jeder Anteil Miteigentum an sämtlichen Objekten des Fondsvermögens verkörpert und in gleicher Weise am Wertzuwachs sowie an den laufenden Erträgen partizipiert.
Die Ansprüche eines Fondsanlegers hängen von der Anzahl seiner Anteile ab. Darüber erhält er einen Beleg, das sogenannte Investmentzertifikat. Investmentzertifikate sind für gewöhnlich nennwertlose Wertpapiere, die ausschließlich auf die Anzahl der Anteile lauten, nicht aber auf einen Geldbetrag und können entweder in Form von Inhaber- oder Namenspapieren ausgegeben werden. Sie erhalten Wertpapierkennnummern und setzen sich zumeist aus zwei Urkunden zusammen. Zum einen ist dies der Mantel, der die Miteigentumsrechte verbrieft, und zum anderen der Bogen, der aus mehreren Ertragsscheinen zur Empfangsberechtigung der Ausschüttungen sowie einem Erneuerungsschein (Talon) besteht.

Preisbildung für Fondsanteile

Der Preis für einen Fondsanteil bildet sich, anders als etwa Aktien- oder Anleihekurse, grundsätzlich nicht frei durch Angebot und Nachfrage. Er wird vielmehr täglich von der Investmentgesellschaft berechnet. Die Grundlage stellt das zu aktuellen Preisen bewertete Fondsvermögen inklusive Bankguthaben dar. Davon werden Kredite sowie die sonstigen Verbindlichkeiten, die z.B. aus offenen Terminkontrakten resultieren, abgezogen. Das Ergebnis ist der sogenannte Nettoinventarwert der anschließend durch die Anzahl der Fondsanteile geteilt wird um den aktuellen Wert eines Investments auszuwerten.

Die wichtigsten Fondsarten nach KAGG

Investmentgesellschaften fixieren den Schwerpunkt eines Fonds in aller Regel auf ganz bestimmte Anlageinstrumente, wie z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilien. Es gibt aber auch weitere Formen eines Investments:

Geldmarktfonds
Diese Form des Investment Funds legt das Ihm zur Verfügung stehende Mittel primär in Zertifikate an, übliche Formen des Geldmarktfonds sind dabei das Tages- und Termingeld, Geldmarktpapiere und die Schuldverschreibungen. Reine Geldmarktfonds investieren ausschließlich in Geldmarktpapiere und sind erst seit dem 01.08.1994 in Deutschland zugelassen. Da Geldmarktfonds häufig ohne Ausgabeaufschlag begeben werden bieten sie Anlegern flexiblere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten als etwa Wertpapierfonds, also eine höhere Liquidität und sind zudem relativ sicher.

Wertpapierfonds
In Deutschland fällt die Mehrzahl der offenen Publikumsfonds unter die Gruppe der Wertpapierfonds. Sie legen den Anlageschwerpunkt auf eine oder mehrere Wertpapiergattungen, also z.B. Aktien oder Anleihen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das KAGG nicht jede Wertpapierform als Anlageschwerpunkt zulässt. Die Auflage reiner Optionsscheinfonds ist in Deutschland verboten. Zu den Wertpapierfonds, die von deutschen Kapitalanlagegesellschaften aufgelegt werden dürfen, zählen in erster Linie Aktien-, Renten-, Genussschein- und gemischte Fonds.

Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds sind nach dem Wortlaut des Gesetzes „Grundstückssondervermögen“. Wenn Manager bebaute Geschäfts- und Mietwohngrundstücke kaufen, müssen auch beim Wertpapier- und Geldmarktfonds bestimmte Anlagegrundsätze beachtet werden. Da Immobilien, anders als z.B. Wertpapiere, nicht an Börsen gehandelt werden und deshalb keine Kurse für die Bewertung des Fondsvermögens zur Verfügung stehen, gestaltet sich die Preisfindung recht schwierig. Das KAGG schreibt für jeden offenen Immobilienfonds deshalb die Bildung eines Sachverständigenausschusses vor, der mindestens einmal pro Jahr sämtliche Grundstücke bewerten muss.

Beteiligungsfonds
Mit der Zulassung von Beteiligungsfonds verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, kleineren noch nicht börsennotierten Unternehmen verbesserte Möglichkeiten der Kapitalaufbringung zu verschaffen. Dabei wird zwischen einer stillen und offenen Beteiligung unterschieden mit der man sich mit einem Finanzierungsvolumen von 50.000 bis maximal 200.000 Euro am Fond beteiligen kann.

Vorteile der Fondsanlagen

Fondsanleger erwerben einen Anteil an einem diversifizierten Portfolio und entgehen damit zumindest teilweise den unsystematischen Risiken. Die Möglichkeit besteht beispielweise in Invest AG anzulegen, die professionelle Capital Management führen, die meist ein gut vernetztes Netzwerk verfügen.

    • Professionelles Management

Das Fondsmanagement(Investment Funds) setzt sich aus Fachleuten zusammen, die hervorragende Kenntnisse über die Immobilien- oder Finanzmärkte vorweisen.

    • Günstige Konditionen

Investmentfonds verwalten zumeist relativ hohe Kapitalbeträge und erreichen deshalb gegenüber Privatanlegern Konditionenvorteile, etwa beim An- und Verkauf von Wertpapieren oder bei Geldanlagen und -aufnahmen. Zudem werden sie häufig steuerlich bevorzugt behandelt.

    • Liquidität

Die gesetzlichen Vorschriften für Investmentfonds sowie deren Vertragsbedingungen sehen grundsätzlich vor, dass Anteile jederzeit zum gültigen Anteilswert von der Gesellschaft zurückgenommen werden müssen. Fondsanteile zeichnen sich somit im Vergleich zu anderen Wertpapieren, etwa Aktien ohne Börsenzulassung, durch eine hohe Liquidität aus. Im Gegensatz zu vielen alternativen Anlagen kann die Rückgabe von Investmentzertifikaten in aller Regel zudem gebührenfrei abgewickelt werden.

  • Komfort

Direktanleger müssen sich permanent um die Wiederanlage von Einnahmen kümmern, die z.B. aus Dividenden- und Zinszahlungen resultieren, wohingegen Fondsmanager die Anteilseigner von dieser Aufgabe befreien.

KAAG Investmentfonds

Definition Investmentfonds

Im Jahre 1957 schuf der deutsche Gesetzgeber das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG). Hier finden sich Bestimmungen über die Organisation deutscher Investmentgesellschaften, im Gesetz als Kapitelanlagegesellschaften (KAGs) bezeichnet, sowie Vorschriften für die Zusammensetzung der Portfolios und steuerliche Regelungen. Generell stellt ein Investmentfonds das gemeinsame Vermögen von zumeist mehreren tausend Anlegern dar. Dieses besteht in aller Regel aus Wertpapieren, Immobilien sowie Termingeld und wird von der Gründerin des Fonds, der Investmentgesellschaft, verwaltet. Die Fondsanteile werden in Investmentanteilsscheinen/Investmentzertifikaten verbrieft. Der Vermögensanteil an einem Fonds ergibt sich aus der Anzahl der Anteilsscheine im Verhältnis zur Gesamtheit ausgegebener Anteilsscheine. Verkaufsprospekte mit den jeweiligen Vertragsbedingungen legen die individuelle Anlagepolitik eines Investmentfonds fest.

Arten von Investmentfonds

Eine Investmentgesellschaft verwaltet im allgemeinen mehrere Fonds mit dem gleichen Anlageschwerpunkt, z.B. mehrere Aktien-, Renten- oder Geldmarktfonds. Auf diese Weise will sie den Anlagewünschen und Risikopräferenzen möglichst vieler Anleger entsprechen. Um einen ganz bestimmten Investmentfonds von den übrigen abzugrenzen, legt sie für diesen ein spezielles Konzept fest. Außerdem stellt die Gesellschaft das Portfolio aus Objekten zusammen, die in den anderen Fonds noch gar nicht oder aber in einer anderen Gewichtung enthalten sind.

Geschlossene Fonds
Der geschlossene Fonds ist in Deutschland nur durch Immobilienfonds bekannt. Bei der Auflegung des Fonds werden die Anlagewerte im Vorfeld festgelegt. Diese Anlagewerte dürfen nicht eingetauscht werden.

Offene Fonds
Der offene Fonds kann seine Anlagewerte ständig neu wählen. Innerhalb des Rahmens, der durch die Anlagepolitik festgelegt, bzw. beschränkt ist, können die Anlagewerte durch die Fondsmanager gewechselt werden.

Spezialitätenfonds
Das Anlagekonzept eines Spezialitätenfonds sieht demgegenüber vor, den Diversifikationsgrad gegenüber Standardfonds einzuschränken.

Fonds mit besonderen Aktienformen
Fonds spezialisieren sich gelegentlich auf besondere Aktienformen, wie etwa Vorzugsaktien.

Cap Funds
Der Terminus „cap fund“ steht in den USA als Abkürzung für capitalization fund. Mit diesem Begriff werden Aktienfonds umschrieben, die bei der Titelauswahl die Grundkapitalausstattung der Aktiengesellschaften in den Vordergrund stellen. So existieren beispielsweise small- oder midcap funds mit dem Schwerpunkt auf Aktien „kleiner“ (small) bzw. „mittelgroßer“ (middle-sized) Unternehmen. Diese Spezialisierung wird auch von deutschen Kapitalanlagegesellschaften umgesetzt.

Branchenfonds
Der Anlageschwerpunkt eines Branchenfonds ist ausschließlich auf die Aktien einer bestimmten Branche beschränkt. Fonds legen den Schwerpunkt etwa auf die Bereiche Medizin, Technologie, Energie, Rhstoffe, Versorgung oder Dienstleistungen.

Quant Funds
Der Begriff „quant fund“ stammt aus den USA und beschreibt Aktienspezialitätenfonds, deren Manager mit Hilfe spezieller Analyseverfahren, etwa künstlichen Neuronalen Netzen, einem Marktindex, wie den S & P 500, schlagen wollen. Sie konzentrieren sich auf einige wenige Titel, achten darauf, dass die Charakteristika der Portfolios hinsichtlich der Risiken etc. in etwa mit denen des zugrundeliegenden Indexes übereinstimmen und kaufen große Volumina (quantities) der ausgewählten Papiere.

Fonds mit besonderen Anleiheformen bzw. Anleihen spezieller Emittenten
Rentenfonds spezialisieren sich mitunter auf besondere Anleiheformen, wie Wandel- und Optionsanleihen, oder Anleihen spezieller Emittenten. Nahezu jede deutsche Kapitalanlagegesellschaft verwaltet einen oder mehrere entsprechende Rentenspezialitätenfonds.

Fonds mit Anleihen besonderer Rating-Kategorien
Zu dieser Gruppe zählen all diejenigen Rentenfonds, die sich auf besondere Rating-Kategorien spezialisieren, also z.B. ausschließlich Triple-A-, Triple-B- oder Junk Bonds erwerben. Das durchschnittliche Ausfallrisiko ist im Vergleich zu einem Rentenstandardfonds vielleicht geringer (Triple-A-Fonds), möglicherweise aber auch höher (Junk Bond Fonds).

Fonds mit Anleihen besonderer Laufzeitbereiche
Rentenspezialitätenfonds konzentrieren sich außerdem auf Laufzeitbereiche und erwerben etwa nur kurz-, mittel- oder langfristige Anleihen. Dementsprechend werden auch Kurz-, Mittel- oder Langläuferfonds unterschieden.

Conscience Funds
Das Ziel von conscience („Gewissen“) funds ist es, umwelt- oder sozialpolitischen Ansichten durch die Anlagephilosophie Rechnung zu tragen. Unter diese Fondsgruppe fallen u.a. „Öko-Fonds“ (green funds). Diese könnten bei der Titelauswahl z.B. die Aktien oder Anleihen solcher Gesellschaften meiden, die Umweltauflagen mißachten, hohe Schadstoffemissionen verursachen oder Tropenhölzer importieren. Des weiteren gibt es conscience funds, die etwa keine Titel von Rüstungsunternehmen erwerben oder Papiere solcher Unternehmen ausschließen, die Tierversuche durchführen.

Steuersparfonds
Investmentgesellschaften legen Steuersparfonds mit dem Ziel auf, Erträge zu erwirtschaften, die zu einer vergleichsweise geringen Steuerlast beim Anleger führen. Ein Rentenspezialitätenfonds könnte etwa Anleihen mit niedrigen Nominalzinssätzen wählen, die zwar geringe laufende Zinszahlungen nach sich ziehen, möglicherweise aberrelativ hohe Kursgewinne zur Folge haben. Kursgewinne können Anlegern, anders als Kuponzahlungen, ohne Steuerabzug ausgeschüttet werden. Für deutsche Anleger sind Steuersparfonds insbesondere dann vorteilhaft, wenn Freibeträge ausgeschöpft sind oder die Einkünfte einem hohen Grenzsteuersatz unterliegen.

Spendenfonds, Bildungsfonds
Die „Spezialität“ dieser Fonds liegt darin, laufende Erträge nicht in die Fondsanleger, sondern z.B. an Stiftungen oder Universitäten auszuschütten. Über die Ausschüttungsbeträge erhalten die Anleger gewöhnlich Spendenquittungen. Ansonsten unterscheiden sich die Anlageschwerpunkte nicht von denen anderer Fonds.

Indexfonds
Eine Sonderstellung zwischen Standard- und Spezialitätenfonds nehmen Indexfonds ein. Bei der Titelauswahl orientieren sich die Manager an der Struktur eines Indexes, etwa eines Aktien- oder Rentenindexes, und verursachen dadurch vergleichsweise geringe Kosten. Die Orientierung an einem Index bezeichnet man auch als passives Management.

Fondsspezifische Charakteristika

Das Fondsvolumen hat eventuell erhebliche Auswirkungen auf die Kostenstruktur und somit auf die Nettoerträge des Fonds. Je größer das Volumen, desto geringer sind die fixen Kosten pro Fondsanteil. Der Vorteil wirkt sich für Anleger aber nur dann aus, wenn die Investmentgesellschaft diesen z.B. über eine Senkung des Verwaltungskostensatzes, etwa von 0,5 Prozent auf 0,4 Prozent, an die Anleger weitergibt. Große Fondsvermögen können aber auch nachteilig sein. Ihre Umschichtung, etwa ein Aktienverkauf, kann zu ungünstigen Marktpreisen, hier sinkende Kurse, führen.

Fondsausschüttungspolitik

Die Erträge eines Investmentfonds setzen sich gewöhnlich aus regelmäßigen Einnahmen zusammen die beim Verkauf von Vermögenswerten entstehen. Anleger des Fondes erhalten durch Ihre Anteile eine prozentualle Rendite der Erlöse, die der Fonds beim Verkauf von Bezugsrechten ausschüttelt.

Risiken bei Fonds sehr unterschiedlich

Grundsätzlich sind die Risiken bei einer Anlage in Fonds nicht unbedingt geringer als bei einem Einzelinvestment in eine bestimmte Aktie. Jedoch sind die Risiken breiter gestreut und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Risiken gleichzeitig eintreffen, ist logischerweise geringer. Somit bieten Fonds eine Art Sicherheit durch Streuung, die sich Anleger gerne zu Nutze machen. Natürlich drohen Anleger aber auch bei Fonds empfindliche Verluste. Dies zum Beispiel dann, wenn der Gesamtmarkt massiv nachgibt und die Kurse allgemein stark einbrechen. Überhaupt brauchen Anleger auch bei der Anlage in Fonds starke Nerven. Immerhin sind Kursschwankungen an der Tagesordnung und der Wert der Anlage verändert sich jeden Tag. Aufgrund dieser Eigenschaft sollten Anleger in Fonds nur Geld anlegen, welches langfristig nicht benötigt wird. Geliehenes oder bereits verplantes Geld in Fonds zu stecken, kann sich hingegen schnell rechen.

Einmalige Investments haben entscheidende Nachteile

Viele Anleger möchten gerne einen einmaligen Betrag investieren und sich dann nicht weiter mit der Anlage auseinandersetzen. Dies kann gerade im Zusammenhang mit Investments in Fonds gefährlich sein, wenn man auf einem bereits erhöhten Niveau einsteigt und nicht die günstigsten Kurse erwischt. Kommt es kurze Zeit nach dem Kauf zu einem Crash, dauert es meist viele Jahre, bis Verluste ausgestanden sind. Es macht also in aller Regel mehr Sinn, statt des einmaligen Kaufs auf einen Sparplan zu setzen oder Fondsanteile zumindest in mehreren Tranchen zu erwerben. Dadurch ersparen sich Anleger jedenfalls unnötige Risiken und können sich auch bei einem vorübergehenden Einbruch der Kurse schneller über Gewinne freuen als Anleger, die nur einmal zugeschlagen haben.
Fonds können direkt oder indirekt erworben werden
Die meisten Anleger wissen nicht, dass es abgesehen von direkten Investitionsmöglichkeiten in Fonds auch die Möglichkeit gibt, indirekt Fondsanteile zu erwerben. Dies ist zum Teil auch mit einer erheblichen staatlichen Förderung möglich. So können Anleger in Deutschland beispielsweise über den Abschluss einer Riesterrente in Fonds investieren und dafür stattliche Zuschläge vom Staat bekommen. Der Nachteil von Investments im Rahmen von Rentenplänen ist sicherlich die schlechtere Verfügbarkeit der Investitionen. Will man als Anleger an sein Geld, muss man entweder gleich den gesamten Vertrag kündigen und verliert unter Umständen den Anspruch auf staatliche Förderung oder man muss bis zum Renteneintritt warten.

Anleger sollten unbedingt auf seriöse Fonds setzen

Wer als Anleger mit dem Gedanken spielt, sein Geld in einen Fonds zu investieren, der sollte bei der Auswahl des passenden Fonds unbedingt darauf achten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt und das der präferierte Fonds eine gewisse Größe hat. Ein Fonds mit geringem Volumen von einer unbekannten Kapitalanlagegesellschaft kann sicherlich gute Renditen erwirtschaften, jedoch sollten Anleger besser auf Nummer sicher gehen und einer Fondsgesellschaft mit langfristigem Track Record vertrauen und auf Fonds mit größerem Volumen setzen. Dann ist auch die Gefahr geringer, dass der Fonds plötzlich aufgelöst und der Anleger ausgezahlt wird, obwohl aus Anlegersicht kein Bedarf besteht. Eine feste Mindestgröße für einen Fonds gibt es jedoch nicht. Wie groß ein Fonds sein sollte, hängt unter anderem davon ab, in welchem Bereich der Fonds investiert, welche Strategie der Fonds verfolgt und wie die Marktkapitalisierung im Zielmarkt ist.

Fonds kosten Geld

Natürlich bieten Fonds für Anleger eine ganze Reihe von großen Vorteilen. Jedoch haben Fonds auch einen entscheidenden Nachteil. Fondskonstrukte kosten grundsätzlich Geld und in manchen Fällen sind die Kosten auch nicht gering. Vernachlässigt werden sollte der Kostenfaktor bei der Auswahl eines geeigneten Fonds für die Geldanlage aber grundsätzlich nicht. Immerhin sorgen die auf der einen Seite anfallenden Kosten auf der anderen Seite auch für einen geringeren Ertrag. Unter den hohen Kosten leiden also immer die Anleger, die in einem Fonds investieren. Bei so gut wie allen Fonds fällt eine Managementgebühr an. Diese Gebühr beträgt in den meisten Fällen zwischen 0,1 und zwei Prozent. Die Höhe der Gebühr hängt von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der anfallenden Managementgebühr gibt es einen weiteren Kostenfaktor, mit dem Anleger für gewöhnlich belastet werden. Dabei handelt es sich um den Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag wird von der Fondsgesellschaft zu Deckung der Vertriebskosten verlangt. Heute spielen Ausgabeaufschläge längst nicht mehr die Rolle, die sie noch vor einigen Jahren spielten. Inzwischen empfinden Anleger schon Ausgabeaufschläge von ein oder zwei Prozent als viel. In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende waren oft noch Ausgabeaufschläge zwischen vier und sechs Prozent üblich.

Aktive oder passive Fonds

Grundsätzlich können Anleger entweder in Fonds investieren, die aktiv gemanagt werden oder in Fonds, die passiv verwaltet werden. Passiv verwaltete Fonds sind oft Indexfonds oder ETFs, deren Zusammensetzung sich an einem Index orientiert. Dies bedeutet, dass das Fondsvermögen nicht aktiv verwaltet wird, sondern lediglich die Zusammensetzung eines Index oder Korbs nachgebildet wird. Das Fondsmanagement muss also nicht großartig aktiv werden, Anlagemöglichkeiten evaluieren und Entscheidungen treffen, sondern muss lediglich passiv managen. Bei solchen Fonds fallen in der Regel deutlich geringere Kosten für das Management des Fonds an. Viele dieser Fonds werden außerdem als ETFs gehandelt, sind also direkt über einen Börsenplatz und ohne Ausgabeaufschlag handelbar. Auch für unerfahrene Anleger kann es Sinn machen, auf einen passiv verwalteten Fonds zu setzen. Langfristig gelingt es nämlich nur den wenigsten Fondsmanagern, eine höhere Rendite zu erzielen, als mit einem Investment in den Vergleichsindex erzielt werden könnte.

Bildquelle: Wikipedia.de