GoldGold gilt als der wertvollste Vermögenswert. Eine sichere Investition mit stabilem Kurs ist das Edelmetall zwar nicht immer, doch vor allem in Krisenzeiten der Börse herrscht auf dem Goldmarkt Hochkonjunktur.

Die Geschichte des Goldes

Gold ist mit Silber seit jeher eines der wertvollsten Güter der Menschen. Das Edelmetall wurde schon 5.000 v. Chr. als Tauschmittel verwendet und 500 v. Chr. bereits in Münzform gebracht, um damit besser handeln zu können. Vor allem in der Zeit des alten Roms und in Griechenland war das Gold schon weit vor der Erfindung des Papiergeldes ein stabiles Zahlungsmittel und auch in fernöstlichen Kulturen hatte es einen hohen Stellenwert. So verwendeten es die Inkas und die Mayas etwa, um den Göttern zu huldigen. Ab dem 17. Jahrhundert kam es vermehrt zu großen Goldfunden welche immer wieder Goldräusche auslösten. Ein berühmter Goldrausch war etwa der Kalifornische Goldrausch, welcher um 1849 stattfand und der Goldrausch am Klondike River einige Jahrzehnte darauf.

Auch lange nach der Einführung des Papiergeldes war das Edelmetall noch von enormer Wichtigkeit. Die Golddeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente in erster Linie dazu, die Stabilität des Papiergeldbestandes zu gewährleisten. Erst in den 70er Jahren wurde dieser Standard wieder abgeschafft, was dazu führte, dass der Kurs des Edelmetalls stark schwankte und bis in die 90er Jahre sank. Erst in den letzten Jahren gewann das Edelmetall wieder an Wert, was auf die Weltfinanzkrise und der damit verbundenen Angst vor Inflationen zurückzuführen ist.

Gold als Wertanlage

In den vergangenen Jahren stieg der Goldpreis immer weiter und erreichte quasi wöchentlich neue Allzeithochs an der Börse. Schluss war damit erst Anfang 2013, als das Edelmetall rund einen Drittel seines Aktienwertes verlor und von 1800 US-Dollar pro Feinunze auf 1200 US-Dollar sank. Zwar stieg der Goldwert in den letzten Monaten wieder, doch Anleger müssen immer damit rechnen, dass der Gold Chart wieder einbricht. Dennoch ist das Edelmetall eine relativ stabile Wertanlage, die auch in Krisenzeiten ihren Wert behält und für Sicherheit sorgt. Deshalb kann es sich durchaus lohnen, in das Edelmetall zu investieren. Vor allem Goldmünzen wie etwa der australische Nugget oder der China Panda sind beliebt und werden gerne als Aktien gehandelt. Die meisten Münzen wiegen genau 31,1 Gramm, was einer Unze entspricht. Auch kleinere Münzen, die der Hälfte oder einem Viertel der Größe einer Unze entsprechen, sind erhältlich und können bei jeder größeren Bank erworben werden.

Gerade unerfahrene Anleger müssen einige Dinge beachten, wenn sie Gold kaufen. So werden Aufschläge berechnet, die sich nach der Größe der Münze berechnen. Je kleiner diese ist, desto mehr muss im Verhältnis dafür bezahlt werden. Zudem fallen eventuell Kosten für die Lagerung an. Darüber hinaus erhalten Anleger für ihr Gold weder Zinsen noch Dividenden. Gold ist also eine mögliche Wertanlage, sollte jedoch hauptsächlich als Sicherheit vor Inflationen gelten.

Der Goldstandard

Als Goldstandard bezeichnet man eine Währungsordnung, bei der die Währung an das Edelmetall gebunden ist, was ihr eine gewisse Stabilität verleiht. Ursprünglich wurde er entwickelt, um den länderübergreifenden Handel zu erleichtern und Wechselkursschwankungen zu vermeiden. Diese Goldbindung wurde vor über 40 Jahren, am 15. August 1971, aufgehoben, womit der ursprünglich festgelegte Wert einer Feinunze von 31,1 Gramm, welcher 35 Dollar betrug, starken Schwankungen unterworfen war. Als Grund für die Abschaffung des Standards gilt die Verschuldung durch die Kriege in Korea und Vietnam, welche auf lange Sicht zum Ausverkauf der US-Goldreserven geführt hätte. Das Edelmetall selbst ist jedoch weiterhin von unschätzbarem Wert für Anleger und eine Sicherheit in Krisenzeiten.

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