Festverzinsliche Anlagen

Festverzinsliche Anlagen rücken immer häufiger in den Fokus für Geldanleger. Das Ziel ist es, dass das Geld mit diversen Anlagenformen vermehrt wird. Natürlich ist Sicherheit ein wesentlicher Aspekt. Doch wer sichere Anlagen möchte, wird oftmals nur geringe Renditen erhalten. Ein Vorteil sind festverzinsliche Anlagen. Hier weiß der Anleger bereits am ersten Tag, welche Summe er am Ende der Laufzeit erhalten wird. Ebenfalls unterliegen die festverzinslichen Anlagen der Einlagensicherung, sodass – selbst bei einem unvorhergesehenen Verlust bzw. einer Reduzierung der Zinsen – der Kunde keinen Verlust erleidet. Der Grund ist die garantierte Endsumme, welche schon vor der Vertragsunterschrift bekannt ist.

Die Vorteile der festverzinslichen Anlage

Der Anleger weiß bereits – bevor er die Anlage abschließt – welche Summe nach der Laufzeit zu erwarten ist. Grundsätzlich präsentiert man hier eine Form der Sicherheit, welche als Hauptbestandteil die Garantie bzw. die garantierte Summe aufweist. Die Anlageform garantiert einen Zinssatz über eine bestimmte Laufzeit, die am Ende für eine fix berechnete Summe garantiert. Ein weiterer Vorteil der festverzinslichen Anlagen ist die Einlagensicherung. Somit wird das bereits einbezahlte Kapital gesichert. Treten tatsächlich Verluste auf, werden diese ersetzt. Vor allem bei den Tagesgeld- und Festgeldprodukten wird auf diese Art und Weise agiert. Auch das klassische Sparbuch zählt zu jenen Produkten, welche den Verlust ausgleichen. Das Sparbuch zählt heute noch – auch wenn es unattraktive Zinsen bietet – zu den beliebtesten Sparformen. Vor allem deshalb, weil es einen relativ stabilen Zinssatz garantiert, der eine längere Zeit gegeben ist. Jedoch nutzen immer mehr Menschen das Internet für ihre Anlage. Dies im Endeffekt deshalb, da Online-Banken häufig mit besseren Konditionen auftrumpfen.

Geldanlage per Crowdfunding

Das Crowdfunding ist in Deutschland ein relativ junges und noch unbekannte Investment. Seit 2010 nimmt der Bekanntheitsgrad allerdings exponenziell zu. Das auf dem sogenannten Crowdsourcing basierende Crowdfunding hat sich in vielen unterschiedlichen Geschäftsbereichen als Randerscheinung etabliert und begibt sich verstärkt auf einen Siegeszug, in dem es unterschiedliche Branchen durch neuartige Unternehmenskonzepte „aufmischt“. Im Vordergrund steht dabei stets eine anonyme Masse (Crowd), die gemeinsam etwas finanziert (funding). Dieses Prinzip lässt sich auf diverse Geschäftsbereiche übertragen. Im Hinblick auf eine Geldanlage ist die lukrativste Variante des Crowdfunding die des Crowdlending. Hierbei finanziert eine Crowd gemeinsam in Kreditprojekte privater Geldnehmer. Der Nutzen für den Investor ergibt sich druch die Zinsrückzahlungen, sodass eine Geldanlage per Crowdfunding theoretisch zu den festverzinslichen Anlagen gezählt werden kann. Zudem ist das Crowdlending ein geschlossenes System, dass nicht von äußeren ökonomischen und politischen Ereignissen beeinflusst wird. Der durchschnittliche Anlagezeitraum liegt in der Regel zwischen 12 und 84 Monaten bei einer Rendite von 6.77%.

Festgeld

Das Festgeld ist eine beliebte Alternative zum Sparbuch geworden. Der Vorteil besteht darin, dass das Festgeld weitaus bessere Konditionen als das gewöhnliche Sparbuch bietet. Der Kunde entscheidet im Vorfeld, für welche Laufzeit er sich entscheidet. So gibt es Anbieter, welche bereits Laufzeiten von drei Monaten anbieten bzw. auch mehrere Jahre als Laufzeit zur Verfügung stellen. Natürlich gilt hier, dass – je länger sich der Kunde an das Produkt bindet – umso höher sind die Zinsen sind. Auch hier weiß der Kunde bereits mit der ersten Einzahlung, welche Summe am Ende der Laufzeit zur Verfügung stehen wird. Beim Festgeld-Vergleich ist es wichtig, dass vorwiegend die Zinsentwicklung bzw. die Laufzeiten verglichen werden. Im Regelfall stellen die Banken das Festgeld-Produkt kostenlos zur Verfügung. Es ist auch möglich, dass beim Tagesgeld die Funktion Festgeld enthalten ist.

Tagesgeld

Das Tagesgeld ist eine ähnliche Variante, wobei hier der feste Zinssatz rund drei Monate anhält; danach wird dieser an den europäischen Leitzinssatz angepasst und korrigiert. Der Vorteil ist dahingehend, dass der Kunde jederzeit über sein Geld verfügt, die Anlage also größtmögliche Liquidität bietet – vergleichbar mit einem Sparbuch, wobei das Tagesgeld ein Online-Angebot von Banken darstellt und mitunter attraktive Zinsen bietet. Jedoch sind die Zinsen deutlich geringer als bei der Festgeld-Variante, da hier keine Bindung entsteht. Das bedeutet, dass der Kunde immer einen Zugriff auf das Konto hat bzw. jederzeit Geld auf das Konto überweisen bzw. vom Konto transferieren lassen kann.

Girokonto

Zu den festverzinslichen Anlagen zählt auch das Girokonto. Viele Girokonten weisen einen fixen Zinssatz auf, wobei diese Methode nicht zur Veranlagung dient. Die Girokonten haben einen äußerst niedrigen Zinssatz, sodass sich eine Veranlagung nicht rentiert. Wer Geld ansparen möchte, sollte daher ein Festgeld- bzw. Tagesgeld-Konto oder auch ein Sparbuch wählen. Da der eigentliche Zweck eines Girokontos alltägliche Geldtransfers und Bargeldbezüge darstellen, dient es nicht zur Erzielung einer Rendite.

Sparbuch

Das Sparbuch ist eine klassische  festverzinsliche Anlage mit jahrzehntealter Tradition. Hier handelt es sich zwar nicht um einen fixen Zinssatz, jedoch bleiben die Zinsen bei einem Sparbuch – im Regelfall – über einen längeren Zeitraum bestehen. Der Vorteil ist, dass der Kunde immer einen Zugriff auf sein Geld hat, welches auf dem Sparbuch vorhanden ist (Stichwort Liquidität). Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Bausparvertrag. Dieses Prinzip funktioniert ebenfalls wie ein Sparbuch, jedoch muss sich der Kunde an die Bank binden. Er verpflichtet sich für eine individuelle Laufzeit (im Regelfall sechs Jahre) eine fix vereinbarte Summe im Monat, Quartal, Halbjahr oder Jahr einzuzahlen, wobei die einbezahlte Summe bis zum Auszahlungstermin gesperrt ist. Hier erfährt der Kunde bereits am ersten Tag der Einzahlung, wie hoch die Endsumme sein wird. Diese Verträge eignen sich für eine sichere Veranlagungsform, sind aber oft mit geringen Zinsen versehen, sodass die Renditen sehr gering sind.

Zwischen Kursentwicklung und Fixzins-Garantie

Aktien oder Fonds sind immer eine unsichere Anlageform. Vor allem, weil hier niemand vorhersagen kann, wie sich die Zinsen in naher Zukunft entwickeln. Selbst Experten sind immer wieder unsicher und überrascht, wie sich verschiedene Produkte entwickeln. Fakt ist: Aktien können nicht einmal für den nächsten Tag vorhergesagt werden. Schlussendlich gibt es hier keine festverzinsliche Anlage, sondern sind die Aktien und Fonds von den Kursen abhängig. Steigt der Kurs, steigt die Rendite – fällt der Kurs, wird das Ersparte gleichzeitig weniger. Somit kann man am Ende auch mit einem Verlustgeschäft konfrontiert werden. Dieses Risiko ist vielen Kunden zu groß, sodass sie lieber bei festverzinslichen Anlagen bleiben. Auf der Suche nach festverzinslichen Anlagen ist vor allem der Vergleich wichtig. Nur wer im Vorfeld die unterschiedlichen Angebote gegenüberstellt, wird sehr wohl die für ihn passende Anlageform finden. Das Prinzip der festverzinslichen Anlagen ist zwar überall identisch, jedoch können die Zinsen durchaus Unterschiede darstellen und stark voneinander abweichen. Auch die Bindung kann eine wesentliche Rolle spielen. Während bei einigen Sparformen das Geld jederzeit zur Verfügung steht, gibt es auch die Möglichkeit der gebundenen Einlagen. Hier hat der Kunde über einen gewissen Zeitraum keinen Zugriff auf sein Kapital. Je länger er sich bindet, umso höher wird der Zinssatz. Das Geld steht erst wieder am Ende der Laufzeit zur Verfügung – inklusive der entstandenen Zinsen. Ein Vergleich der unterschiedlichen Produkte kann kostenlos über diverse Vergleichsplattformen durchgeführt werden.

Das Fazit

Festverzinsliche Anlagen bieten, im Vergleich zu Produkten, welche von der Kursveränderung profitieren, geringere Rendite. Jedoch ist hier die Sicherheit entscheidend. Der Kunde verfügt nicht nur über die Information, dass er bereits nach der ersten Zahlung weiß, wie viel Geld ihn am Ende erwartet, sondern weiß, dass auf Grund der Einlagensicherung das Kapital zu 100 Prozent sicher ist.

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