Was ist Festgeld?


Festgeld ist eine mittelfristige Geldanlageform, bei welcher der Zinssatz über den gesamten Zeitraum im Vorhinein festgelegt wird und ausschließlich von Banken angeboten wird. Je länger der Anlagezeitraum und je höher das Investmentkapital, desto höher fallen die Zinsen aus. Insgesamt ist diese Geldanlage von der EZB und dessen Leitzins abhängig. Die momentane durchschnittliche Rendite einer Festgeld-Anlage liegt bei etwa 1,50%.


Auf der Suche nach einer perfekten Veranlagung stößt der Interessent mit Sicherheit auf das Thema Festgeld. Das Festgeld gilt heute als eine der sichersten Veranlagungen, hat aber auf Grund des sinkenden europäischen Leitzinssatzes schon attraktivere Zeiten gesehen. Wer sich für die besagte Geldanlage entscheidet, sollte daher im Vorfeld den Vergleich anstellen. Im Internet gibt es diverse Vergleichsportale,  mit Informationen zu allen Anbietern die das Thema Festgeld unter die Lupe nehmen.

Folgende Faktoren sind für den Vergleich maßgebend:

  • Wie hoch ist der Zinssatz?
  • Wie hoch wäre mein Zinssatz beim Tagesgeld?
  • Wie lange ist die Laufzeit?
  • Entstehung Kontoführungsspesen oder Bearbeitungsgebühren?
  • Wie hoch ist die Einmaleinlage?

Der Zinssatz richtet sich nach der Laufzeit und auch hin und wieder nach der Einmaleinlage. Grundsätzlich lautet beim Festgeld die Devise: Der einmalig angelegte Betrag wird für eine fixe Laufzeit verzinst. Hier gibt es keine monatlichen Einzahlungen oder Entnahmen – wer sich für die Bindung und die Zahlung entscheidet, hat diese sodann zu leisten und abzuwarten. Das bedeutet, dass die Veranlagung – im Vergleich zum Tagesgeld – wenig flexibel ist. Natürlich gibt es Anbieter, die – unabhängig von der Einmaleinlage – den Zinssatz nur nach der Laufzeit richten. 1 Prozent für sechs Monate, 1,5 Prozent für 24 Monate – 2,1 Prozent für vier Jahre. Die Angebote sind unterschiedlich. Wichtig ist, dass sich der Anleger im Vorfeld bewusst macht, dass er auf die Summe, die er für den Zeitraum veranlagt, keinen Zugriff hat.

Kostenlose Konten oder Bearbeitungsgebühr?

Ein weiterer Punkt ist die Bearbeitungsgebühr oder anfallende Kontoführungsspesen. Nicht jede Bank bietet ein kostenloses Festgeld-Konto an. Viele Anbieter präsentieren diverse kostenlose Angebote nur in Verbindung mit anderen, kostenpflichtigen, Produkten. Der Kunde hat natürlich den Vorteil, dass er bei kostenlosen Kontoführungen und keinen Bearbeitungskosten keine finanziellen Mehrbelastungen erfährt. Schlussendlich liegen die Zinssätze derzeit weit unten, sodass jede finanzielle Belastung in Wahrheit die Rendite auffrisst. Somit ist es von Vorteil, wenn sich der Kunde für ein kostenloses Festgeld-Konto entscheidet. Der direkte Vergleich zeigt, welche Anbieter frei von Gebühren Festgeld-Konten anbieten.

Online-Banken im Vergleich

Des Weiteren sind Online-Banken oder Direkt-Banken in den Vergleich einzubinden. Klassische Banken mit Filialen bieten zwar Festgeld-Konten an, präsentieren aber immer wieder niedrige und äußerst unattraktive Zinssätze. Bei den Online-Banken und den online geführten Festgeld-Konten gibt es jedoch Ausnahmen. Hier erhält der Anleger zwar keine riesigen Rendite, jedoch ein stattliches Plus nach einer längerfristigen Veranlagung. Es ist auch möglich bei der Bank seines Vertrauens ein Konto zu eröffnen. Jedoch nicht ohne Vorbereitung und Planung. Bietet die Bank niedrigere Zinsen als ein Online-Bank an, kann der Interessent sehr wohl die Konditionen der anderen Bank präsentieren – im Regelfall „kann der Bankbetreuer immer etwas machen“ – das heißt: Die Zinsen nach oben korrigieren.

Die Einlagensicherung

Ein Festgeld-Konto unterliegt, sofern die gesetzlichen Bestimmungen des Landes nichts anderes sagen, unter dem Schutzmantel der Einlagensicherung. Diese Absicherung ist im Regelfall im gesamten EU-Raum gültig und beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Diese Summe ist garantiert gesichert. Wer sich jedoch für „exotische Anbieter“ entscheidet, hat eventuell (steht in den Geschäftsbedingungen) keine oder andere Sicherheiten.

Das Fazit

Beim Abschluss von Festgeld sind folgende Punkte zu beachten:

  • Die Einmalanlage ist für die gewählte Bindungsdauer gesperrt – eine vorzeitige Auflösung des Kontos bedeutet einen finanziellen Verlust (alle bisherigen Zinsen werden zurückgefordert)
  • Der Vergleich lohnt sich – in Zeiten von niedrigen Zinssätzen zählen oft 0,2 bis 0,5 Prozent
  • Kostenlose Festgeld-Konten erhöhen den tatsächlichen Gewinn
  • Nicht auf Online-Konten vergessen! Viele Banken bieten online bessere Konditionen für ihre Kunden an
  • Die Einlagensicherung berücksichtigen!

 

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