Als Anleger den Grundstein legen

Die Finanzmärkte unterteilen Anleger in bestimmte Typen. Je nach Risikobereitschaft, Erwartungen an die Rendite und Anlageziel gibt es konservative, spekulative und risikobewusste Sparer. Bevor Sie sich aber Gedanken über Ihren individuellen Typ als Anleger machen, sollten Sie Ihre Ausgangssituation genaustens analysieren. Wichtig ist dabei, Ihr Sparziel zu identifizieren, um daran Anlagedauer, Anlagetyp und jeweilige Anlagen anzupassen. Von besonderer Bedeutung sind dabei diese vier zentralen Fragen:

1. Zu welchem Zweck möchte ich sparen?
2. In wie vielen Jahren soll das Sparziel erreicht sein?
3. Welche Risiken nehme ich dafür in Kauf?
4. Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Sie müssen stets darauf achten, Sparziel und Anlagedauer in Einklang zu bringen, da hierbei extrem viele Fehlerquellen lauern. Stellen Sie sich die Frage, wofür Ihre Anlage getätigt werden soll und welcher Zeitraum notwendig ist, um dieses Ziel zu erreichen. Möchten Sie beispielsweise einen eher geringen Betrag für neue Einrichtungsgegenstände sparen, sollten Sie besonderen Wert auf Flexibilität Ihrer Geldanlage legen. Je nachdem, wie hoch Ihr Einkommen ist, kann der Anlagehorizont zwischen 6 und 12 Monaten liegen. Hierbei empfehlen sich keine Investments in börsennotierte Wertpapiere, da der geringe Zeitraum keinerlei Sicherheiten bietet und Ihr Sparpotenzial von den extremen Schwankungen abhängig ist bzw. diese nicht ausgleichen kann. Möchten Sie also nach 6 oder 12 Monaten über das angelegte Geld verfügen und die Aktienkurse stehen aufgrund der (typischen) Zyklen eher negativ, machen Sie deutliche Verluste. Somit gilt stets:

Je kurzfristiger die Geldanlage, desto sicherer sollte Sie sein.

Anlagehorizonte unterscheiden

Insgesamt können wir zwischen drei unterschiedlichen Anlagehorizonten unterscheiden, aus denen sich spezifische Herausforderungen zur Erreichung des jeweiligen Sparziels ergeben: einen kurzen, mittleren und langen Anlagehorizont.

Kurzer Anlagehorizont

  • Sparzeitraum: 6-12 Monate
  • Keine schwankungsaffinene Geldanlagen wie bspw. börsennotierte Wertpapiere
  • Höchstmögliche Flexibilität zum Verfügungszeitpunkt
  • Möglichkeiten: Tagesgeld, Festgeld

Mittlerer Anlagehorizont

  • Sparzeitraum: 3-6 Jahre
  • Zinseszins macht sich noch nicht bemerkbar
  • Eher auf sichere Investments setzen um ein planbares Endergebnis zu haben
  • Daher festverzinsliche Anlageformen wie Bundesschatzbriefe

Weitere Alternativen mit einer Mischung aus Rendite und hoher Kapitalsicherheit bieten Euro- bzw. Rentenfonds. Hierbei sollte allerdings auf die Gebühren geachtet werden, die bereits die Rendite schmälern können. Eine weitere, recht junge aber optimale Alternative bietet eine Geldanlage per Crowdfunding (Crowdlending). Die Anlagedauer liegt bei maximal 5 Jahren und ermöglicht eine durchschnittliche Rendite von 6,77%. Sie haben, da das System auf dem Crowdfunding basiert, die Möglichkeit, kleine Beträge in eine Vielzahl unterschiedlicher Kreditprojekte sehr guter bis guter Bonität zu investieren. Das bietet einerseits den Vorteil, dass Sie Ihr Kapital risikoarm diversifizieren können und stellt andererseits ein festverzinsliches Investment dar. Sie können also aufgrund des Kreditverältnisses mit einer monatlich ausgezahlten Rendite kalkulieren. Günstig sind zudem die Gebühren, da Sie lediglich einen 1% pro Anlagesumme zahlen. Nähere Informationen erhalten Sie unter:

Langer Anlagehorizont

  • Sparzeitraum: >6 Jahre
  • Möglichst früh mit einer langfristen Geldanlage beginnen
  • Altbekanntes Beispiel: private Altersvorsorge
  • Basis: Investmentfonds

Fondssparpläne überzeugen in der Regel durch hohe Flexibilität und überdurchschnittliche Gewinnchancen, bergen allerdings ein potenzielles Renditerisiko, dass allerdungs durch einen langen Anlagehorizont ausgeglichen werden kann. Alternativen zu Fonds bilden Renden- oder Kapitallebensversicherungen. Diese bieten einen hohen Sicherheitsfakfor sowie einen garantierten Zinssatz. Andererseits liegt dieser bei Kapitallebensversicherungen bei derzeit gesetzlich festgelegten 1,25% (und damit knapp oberhalb der Inflation). Zudem verlangen Versicherungen exorbitant hohe Beitragsgebühren.

Tipp: Kluges Abwägen und das Einbauen von Sicherheiten schützt vor Verlusten!

Als Anleger am Magischen Dreieck orientieren

Das Magische Dreieck aus Rendite, Liquidität und Sicherheit bietet eine gute Orientierung bei der Ausarbeitung eines Sparplans bzw. auf welche Weise dieser erreicht werden soll. Folgen Sie dem Grundsatz: Es können mit keiner Strategie alle drei Ziele von Rendite, Liquidität und Sicherheit gleichzeitig erreicht werden. Daher müssen Sie sich für einzelne Ziele entscheiden. Helfen kann hierbei, indem Sie sich einem bestimmten Anlegertypen zu ordnen. Um sich richtig einordnen zu können, sind folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche Kenntnisse über die Börse sind vorhanden?
  • In welche Anlageform wurde in den letzten fünf Jahren investiert?
  • Geht es bei der Anlageentscheidung mehr auf Nummer sicher oder auf Risiko?
  • Soll die Rendite eher sicher oder eher höchstmöglich sein?
  • Wie lange soll das Geld angelegt bleiben?
  • Für welchen Verwendungszweck ist die Anlage gedacht?
  • Bereiten fallende Börsenkurse schlaflose Nächte?
  • Sind Empfehlungen des Bank- oder Finanzberaters wichtig?
  • Erfolgen Geldanlagen geplant oder unüberlegt und spontan?

In Abhängigkeit von den Antworten auf die Fragen lässt sich der Anlagetyp identifizieren.

Anleger-Typ bestimmen

Spekulative Anleger vertrauen selbst in schwierigen Börsenzeiten auf die Renditechancen, die ihnen Aktien und spekulativen Wertpapiere bieten. Für kurzfristige hohe Renditen nehmen sie hohe Risiken in Kauf. Nicht immer geht die Rechnung auf, was zu herben Verlusten führen kann. Risikofreudige Anleger verfolgen aktiv das Geschehen in der Welt und an der Börse. Sie gehen Risiken ein, aber nicht um jeden Preis. Riskante Börsengeschäfte sichern sie gut ab.

Konservative Anleger sind die, denen es nicht um das schnelle Geld an der Börse geht. Sie wollen langfristig Rendite machen und setzen auf Zinseinnahmen. Konservative Anleger setzen nicht auf Aktien. Sie sparen ihr Geld auf Tages- und Festgeldkonten oder investieren in Rentenfonds und Anleihen. Ihre Anlageentscheidungen treffen sie überlegt und souverän. Dabei hat die Sicherheit des Geldes oberste Priorität.

Anlegertyp

Quelle: Geißler, Max: Börse für Jedermann, Wien 2007, S. 17-18.

Auffällig ist, dass sich als Anlageform das Crowdfunding (in diesem Fall in Form des Crowdlending gemeint) in nahezu alle Anlagetypenportfolios einordnen lässt. Dies wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass ein Kreditmarktplatz wie auxmoney Kredite aus unterschiedlichen Bonitätsstufen anbietet. Je risikoreicher eine Bonitätsstufe, desto höher liegt die mögliche Rendite. So können Sie je nach Anlegertyp eher sichere oder vielmehr renditereichere Kredite wählen bzw. mit Hilfe des Portfolio Builders automatisch wählen lassen. Informieren Sie sich kostenfrei und unverbindlich unter

Anlageportfolio gestalten

Je nachdem, für welche Asset-Klassen Sie sich entscheiden und wie Sie die Gewichtung gestalten, kann Ihr Portfolio wie folgt aussehen:

Konservativer Anleger

Konservativer Anleger

Ausgeglichener Anleger

Ausgeglichener Anleger

Risikofreudiger Anleger

Risikofreudiger Anleger

Geld anlegen, aber wo?

Insbesondere konservative Anlagetypen haben es in den letzten Jahren schwer, überhaupt noch Renditen zu erwirtschaften. Angesichts der erneuten Zinssenkung durch die EZB ist mit klassischen Sparformen der Wertverlust des Geldes vorprogrammiert. Trotzdem müssen es keine Aktien sein. Es gibt andere lukrative Möglichkeiten, Geld anzulegen. Auch mit Investitionen in Oldtimer, Juwelen, Wein und Kunstgegenstände lässt sich Rendite machen.

Oldtimer als Wertanlage

Der Wert von Oldtimern hat sich innerhalb von zehn Jahren vervierfacht. Insbesondere die starke Nachfrage der Asiaten nach Oldtimern brachte diese Zuwachsraten. Im asiatischen Raum haben Oldtimer einen noch höheren Stellenwert als hierzulande. Einziger Wermutstropfen – bei Oldtimern dauert es lange, bis das Auto an Wert gewinnt.

Geld in Briefmarken und Münzen anlegen

Ähnlich wie bei Oldtimern verhält es sich bei Briefmarken und Münzen. Je weniger es gibt, desto wertvoller sind sie. Bei Betrachtung eines Zeitraums von zehn Jahren können Briefmarkenraritäten einen Wertzuwachs von 250 Prozent verzeichnen. Ähnlich lukrativ sind Münzen, deren Wert stieg in zehn Jahren um 227 Prozent.

Mit Kunst lässt sich Rendite machen

Es stimmt wirklich, mit Kunst lässt sich mehr Rendite erwirtschaften als an der Börse, wenn es das richtige Kunstwerk ist. Bei Kunstgegenständen lag der durchschnittliche Wertzuwachs bei knapp 200 Prozent. Aktuell ist hier allerdings eine rückläufige Tendenz bei der Wertentwicklung zu beobachten.

Mit Wein Reichtum erwirtschaften

Der Wertzuwachs für ausgewählte Weinflaschen betrug in den letzten zehn Jahren mehr als 170 Prozent. Edle Tropfen sind begehrter denn je. Wenn es darum geht für das Alter vorzusorgen ist die Geldanlage in Immobilien zu empfehlen. Bei Immobilien entscheidet die Lage über den Wertzuwachs. In guten Lagen verzeichnen Immobilienbesitzer seit Jahren hohe Wertzuwächse. Das sogenannte Betongold erfreut sich besonders bei den konservativen Anlagetypen großer Beliebtheit. Hier lässt sich dann noch wählen, ob die Immobilie für die Eigennutzung vorzusehen ist, oder für die Vermietung.